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Carla Schelle

Politisch-historischer Unterricht hermeneutisch rekonstruiert

Von Ansprüchen Jugendlicher, sich selbst und die Welt zu verstehen

Die Studie widmet sich einer bislang in der Politikdidaktik nicht beachteten hermeneutischen Kompetenz von Schülerinnen und Schülern. Ausgehend von Unterrichtsbeobachtungen im Fach Politik und einer Unterrichtsanalyse, in der sich eine Tendenz zur Reduktion der komplexen interkulturellen Verständigungs- und Kommunikationsprobleme zeigt, fragt die Autorin, ob nicht die politische Bildung bei Schülern und Schülerinnen hermeneutische Kompetenzen und Voraussetzungen des Selbst- und Fremdverstehens zu entfalten hätte, die es ermöglichten, mit kulturellen Differenzerfahrungen umzugehen.
Deutlich wird, dass Jugendliche ihre eigenen hermeneutischen Anfragen haben. Eingerahmt in einer weiteren Fallanalyse werden im theoretischen Teil der Arbeit bedeutsame zeitgenössische Kulturtheorien (Bourdieu, Geertz, Oevermann, Lorenzer) daraufhin befragt, welche Bildungsideen und Vorschläge zum Verstehen sie einkreisen und inwiefern sich diesbezüglich in fachdidaktischen Ansätzen zur politischen Bildung Anschlüsse aufspüren lassen.
Cover Vergriffen, keine Neuauflage.
2003. 219 Seiten, kartoniert
ISBN 978-3-7815-1278-8