
Für flüchtige Leser von Reyers Text möchte ich allerdings auf eine Eigentümlichkeit seiner Schreibweise aufmerksam machen, die Verwirrung stiften kann. In seinen Argumenten gegen mich verwendet er gelegentlich Anführungsstriche auch bei solchen Ausdrücken, die nicht von mir stammen, sondern von Reyer selbst, z.B. bei Ausdrücken wie "Alleinvertretungsanspruch" der Pädagogik (vgl. Reyer 2004 in Ziff. 4, und Reyer 2003, 18 u.ö.). oder "Autonomie in Sachen Menschen-Verbesserung" (ebd., 2003, 18, auch 21), und dann offenbar in der Absicht, mir solche Ansichten zuzuschreiben und mich dafür zu kritisieren. Ich attribuiere aber wissenschaftstheoretisch nicht mit Formeln aus dem Kalten Krieg und die Verwendung des Autonomie-Begriffs verlangt mehr Sorgfalt, als Reyer sie erkennen lässt.
Seiner Replik habe ich ansonsten nur entnommen, dass meine Rezension seine Argumente korrekt wiedergibt, dass es ihm aber offenbar nicht gefällt, dass ich seine Argumente erziehungstheoretisch und –praktisch für höchst problematisch halte. Aber so ist das mit Kontroversen in der Wissenschaft; man kann mit Gründen anderer Meinung sein, Zensur wird damit nicht praktiziert.