EWR 2 (2003), Nr. 5 (September/Oktober 2003)

Heinz-Hermann Krüger / Cathleen Grunert (Hrsg.)
Handbuch Kindheits- und Jugendforschung
Opladen: Leske und Budrich 2002
(920 Seiten; ISBN 3-8100-3292-1; 39,00 EUR)
Handbuch Kindheits- und Jugendforschung Die Jugend- und auch die Kindheitsforschung haben in den letzten fünfzehn Jahren einen Aufschwung erlebt. Das zeigt sich bereits an den in diese Zeit fallenden, überblicksartigen Bänden zu diesem Themengebiet (Markefka/Nave-Herz 1989, Markefka/Nauck 1993; Krüger 1993; Merkens/Zinnecker 2001 und 2002). Mit ihrem im letzten Jahr publizierten "Handbuch Kindheits- und Jugendforschung" tragen Heinz-Hermann Krüger und Cathleen Grunert dieser Entwicklung Rechnung. Es handelt sich gegenüber dem 1988 erstmals von Krüger herausgegebenen "Handbuch Jugendforschung" um ein Neuwerk, das – gemessen am Umfang – die Bezeichnung als Handbuch noch mehr verdient als sein Vorgänger. Wie bereits dem Titel zu entnehmen ist, werden hier zwei Forschungsbereiche miteinander verbunden.

Rousseau legte mit seinem Erziehungsroman Emile einen Grundstein für die Betrachtung von Kindheit- und Jugend als einer eigenständigen Entwicklungsphase. Ende des 18. Jahrhunderts folgten erste Versuche einer empirisch begründeten Beobachtung Heranwachsender durch Trapp und Niemeyer. Aber erst gut hundert Jahre später wurde die wissenschaftliche Erforschung dieser Altersphase in Zusammenhang mit der in der Reformpädagogik zu verwurzelnden Entdeckung einer eigenen Lebensphase Jugend intensiviert. Stand zunächst die psychologische Perspektive im Vordergrund (z. B. Bühler 1921), so wurden auch soziologische und pädagogische Fragestellungen (z. B. Spranger 1924; Busemann 1926) verfolgt. Die Trennung in eine Kindheits- und Jugendforschung beginnt sich nach dem zweiten Weltkrieg zu entwickeln. Fand die Erforschung der Kindheit vor allem in der Entwicklungspsychologie statt, so erhielt die Jugendforschung ihre wichtigsten Impulse von der Soziologie. Für die siebziger und achtziger Jahre schließlich sprechen die Herausgeber von einer "erziehungswissenschaftlichen Wende". Sowohl in der Kindheits- als auch in der Jugendforschung wird das Interesse auf die Alltagserfahrungen, Sozialbeziehungen und Lebensbedingungen gelegt. Grund dafür ist die Entwicklung einer interdisziplinären Sozialisationsforschung, die die Auseinandersetzung zwischen innerer und äußerer Realität in den Mittelpunkt rückt. Seit den neunziger Jahren findet in beiden Forschungsbereichen eine stärkere Anknüpfung an Modernisierungsdebatten (Individualisierung, Pluralisierung) statt.

Versteht man ein Handbuch auch als eine Bilanzierung bisheriger Forschungstätigkeit, so zeigt sich die Kindheits- und Jugendforschung als ein in methodischer, disziplinärer und thematischer Hinsicht weit verzweigtes Feld, in dem eine Orientierung zu finden nicht nur für Neueinsteiger ohne eine Führung schwer möglich ist. Hier bietet das Handbuch mit seiner Behandlung der fünf Schwerpunktbereiche "Theoretische Ansätze", "Methodendiskussion", "Kindheit und Jugend in historischer Perspektive", "Kindheit und Jugend in kulturvergleichender Perspektive" sowie dem umfangreichsten Teil "Ausgewählte Gebiete der Kindheits- und Jugendforschung" einen umfassenden Überblick. Die Interdisziplinarität wird bereits an den beitragenden Autoren erkennbar, die überwiegend aus der Erziehungswissenschaft, insbesondere der Schulpädagogik, aber auch der Soziologie und Psychologie kommen. Allen vierzig Einzelbeiträgen im einzelnen gerecht zu werden, ist im Umfang einer Rezension kaum möglich, insofern soll hier eine Schwerpunktsetzung auf den ersten, eher systematischen Teil des Handbuchs gelegt werden und hier wiederum auf die kulturvergleichende Forschung, als einer wichtigen Thematik angesichts des globalen Zusammenwachsens. Dementsprechend wird aus dem zweiten Teil "Ausgewählte Gebiete" der Unterbereich "Freizeit, Medien und Kultur" näher betrachtet.

Als theoretische Ansätze werden im ersten Kapitel psychologische Entwicklungstheorien (A. Flammer), psychoanalytische Erklärungsansätze (M. Erdheim), sozialisationstheoretische Ansätze (D. Geulen), sozialökologische Ansätze (A. Engelbert/A. Herlth), gesellschaftstheoretische (J. Mierendorff/T. Olk), geschlechtertheoretische (C. Hagemann-White) sowie kulturtheoretische und kulturvergleichende Ansätze (E. Renner) behandelt. Wie die Herausgeber anmerken, liegt eine wichtige Zukunftsperspektive der Kindheits- und Jugendforschung insbesondere im letzten Bereich der kulturvergleichenden Ansätze. Renner vermittelt durch die detaillierte Wiedergabe wesentlicher Forschungsarbeiten einen konkreten und interessanten Einblick. Die etwas zu kurz gekommene theoretische Ausrichtung weist auf das, nach Anmerkung des Autors bestehende, Forschungsdesiderat hin. Dennoch wären Anmerkungen hilfreich, die die Auswahlkriterien der Studien betreffen, ihre Bedeutung für die Kindheits- und Jugendforschung und auch den Kulturbegriff thematisieren, der hier offensichtlich stärker national- als sozial ausgerichtet ist. Allerdings ist in diesem Zusammenhang auf den Beitrag H. Helfrichs (s.u.) zu verweisen, der ergänzend herangezogen werden kann.

Die Methodendiskussion stellt trendartig zusammengefasst die historische Entwicklung der Kindheits- und Jugendforschung von einer stark quantitativen Ausrichtung nach dem zweiten Weltkrieg zu einer Betonung qualitativer Datenerhebung seit ca. den 80er Jahren dar. Einen Überblick über Entwicklung, methodische Ansätze und wissenschaftstheoretische Probleme vermitteln für die quantitativen Methoden S. Walper/R. Tippelt. Über die Entwicklung, wichtige Ergebnisse und Ansätze der qualitativen Methoden gibt der Beitrag Grunerts Auskunft. Methoden und Ergebnisse der kulturvergleichenden Kindheits- und Jugendforschung behandelt H. Helfrich. Über die historische Kindheits- und Jugendforschung gibt H.-H. Krüger einen Überblick und vereint dabei sowohl quantitative wie qualitative Ansätze. Wie auch bei Walper/Tippelt wird in diesem Beitrag auf die Bedeutung der noch in zu geringem Umfang vorliegenden Replikationsstudien hingewiesen, die aufgrund des Beibehaltens eines früheren Erhebungsinstrumentes systematisch vergleichbare Daten über einen langfristigen Wandel von Einstellungen und Lebensbedingungen vermitteln können.

Die historische Perspektive von Kindheit und Jugend wird im dritten Teil behandelt, in je einem Beitrag für die Geschichte der Kindheit (M.-S. Honig) und einem für die Jugend (P. Dudek). Honig liefert einen kritisch reflektierenden Blick auf die Sozialgeschichte der Kindheit, die er am modernen Kindheitsideal, das sich in der "Erziehungskindheit" realisiert, darstellt. Mit der Frage, ob dessen Kern, die pädagogische Differenz, ein tauglicher Bezugspunkt für die Kindheit an der Schwelle zum 21. Jahrhundert sei, schließt Honig seinen Beitrag und wirft damit angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung einen interessanten Diskussionspunkt auf. Dudek widmet sich insbesondere der Jugend in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland (Ost- und West). Nicht ganz nachvollziehbar ist diese Einschränkung angesichts seiner auf Jugendbilder und -mythos gerichteten Perspektive, fällt dadurch doch die Mythologisierung von Jugend in der sich seit dem Krieg entwickelnden Konsumgesellschaft weg.

In dem großen Themenblock "Kindheit und Jugend in kulturvergleichender Perspektive" leistet der Beitrag von H. Merkens einen äußerst informativen und kritischen Einblick in das Forschungsfeld "Kindheit und Jugend in Ost- und Westdeutschland". Merkens führt den Aufschwung der Kindheits- und Jugendforschung nach der Wende auch auf ein DFG-Schwerpunktprogramm zurück, das die Erforschung der nach der Vereinigung beginnenden Veränderungen bei Kindern und Jugendlichen gewährleisten sollte. Auf diesen Zeitraum richtet sich naturgemäß sein Hauptaugenmerk, wobei theoretische und methodische Konzeptionen sowie erhobene Daten diskutiert werden. Zentrales Ergebnis ist, dass die Unterschiede zwischen beiden Teilen Deutschlands geringer sind als die zwischen den verschiedenen Milieus, denn auch in Ostdeutschland handelt es sich nicht um einen einheitlichen kulturellen Raum. Zu prüfen sei "vor dem Beginn einer entsprechenden empirischen Untersuchung, ob die Annahme zutreffend ist, dass die Ressourcen, über die Kinder- und Jugendliche verfügen, in Bezug auf Sozialisation und Erziehung über eine ähnliche Qualität verfügen." (258) Weiterhin vermerkt Merkens ein Forschungsdefizit bezüglich der Alltagssituation der Heranwachsenden, was die Frage stellen ließe, "ob die Forschung, über die hier berichtet wird, überhaupt den Zentralbereich der Kinder und Jugendlichen betrifft, oder ob nicht Marginales berichtet wird" (363). Mit M. du Bois-Reymond’s Thema "Kindheit und Jugend in Europa" ist eine internationale Perspektive vorgegeben. Nach einer Systematisierung der vorliegenden Untersuchungstypologien stellt sie zentrale inhaltliche Schwerpunkte im Bereich der europäischen Kindheits- und Jugendforschung vor. Nicht ganz nachvollziehbar sind die jeweiligen Absätze über Jugendpolitik, handelt es sich hier nicht um ein Forschungs-, sondern um ein Handlungsfeld, dessen Verknüpfung mit Forschung jedoch nicht erwähnt wird. Auch wäre es interessant gewesen, den Gewinn kulturvergleichender Untersuchungen, insbesondere für die spezifische Situation Europas und damit auch deren soziale Bedeutung, herauszuarbeiten. S. Steinbergs Beitrag über Kindheit in den USA richtet sich vor allem auf den durch die Medien geschaffenen Informationszugang von Kindern heute, wobei ihre maßgebliche Bezugsquelle ein Beitrag von H. Hengst ist. Ob hier eine nationale – und nicht vielleicht eher milieutheoretische Perspektive – überhaupt sinnvoll ist, wäre eine kritische Bemerkung wert gewesen. Fragen nach Erkenntnissen über das Aufwachsen in den unterschiedlichen ethnischen Milieus in den USA, nach dem Stand z.B. von Armuts- und Genderforschung bleiben offen. Zum Thema "Kindheit und Jugend in Lateinamerika" liefert K. Boehnke einen informativen Beitrag. Nach einem anhand ökonomischer Daten vermittelten Einblick in die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen in den 33 lateinamerikanischen Staaten, stellt der Autor die nach dem Citation Index erhebbare Untersuchungslage dar, die sich als noch überschaubar zeigt. Besonders kennzeichnend für die Lage der Heranwachsenden Lateinamerikas ist das Ausmaß der sozialen Ungleichheit, im Weltmaßstab weisen Mittel- und Südamerika die ausgeprägtesten Unterschiede auf. Damit zusammenhängend ist das Phänomen der Straßenkindheit zu sehen. Überraschend ist die trotz der desolaten Lage bestehende Resilienz der Kinder, worin Boehnke eine wichtigen Schlüssel zur Verbesserung ihrer Lebenssituation sieht. A. Schäfers Artikel ist ein Lehrstück kulturvergleichender Forschungsproblematik, denn "Kindheit und Jugend in Afrika" sind nicht mit Kategorien wie ‚Tradition’ und ‚Moderne’ erfassbar. Wie er an den zwei Bereichen "Schule" und "Initiation" anschaulich ausführt, muss sich der Forscher von seinen überkommenen Vorstellungen gänzlich lösen. Dass das schwer realisierbar ist, kann Schäfer gut deutlich machen: z.B. findet der in westlichen Erziehungsmodellen behauptete Wirkungszusammenhang zwischen Person des Erziehers und des zu Erziehenden in afrikanischen Vorstellungen keine Entsprechung, während in der Kategorie des Respekts "afrikanisches Selbstverständnis und (entlarvende) westliche Erziehungsperspektive zu konvergieren" schienen (427). Interessant ist auch der Einblick in "Kindheit und Jugend in Asien" von A. Helmke und H.-G. Hesse. Über den Weg der kulturellen Besonderheit Asiens, worin auch die konfuzianische Lehre eingeschlossen ist, schaffen sie den Rahmen für das Verständnis asiatischer Bildungsauffassung mit einer ausführlichen Diskussion der Schulleistungen am Beispiel internationaler Vergleichsstudien. Die stärker auf Kollektivität als Individualität gerichtete Erziehung erscheint in der ergebnisorientierten Darstellung der Autoren vielleicht etwas zu unproblematisch, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass eine Verwestlichung des Lebensstils der Asiaten ja nicht allein aus Zwang, sondern auch aus Gefallen zu erklären ist. Ein näherer Hinweis auf die Forschungslage und ein Ausblick hätten den Wert des Beitrags noch erhöht.

Der zweite Teil des Handbuchs versammelt unter der Überschrift "Ausgewählte Gebiete" insgesamt sechs Teilbereiche mit zwanzig Einzelbeiträgen. Wie von den Herausgebern im Vorwort vermerkt, nehmen sie "ihren Ausgangspunkt von Theorien und empirischen Forschungsergebnissen, die sich auf unterschiedliche Sozialisationsbereiche oder besondere Problemlagen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland beziehen". Nähere Hinweise dazu, wie diese Auswahl zustande kam, wären für den Leser hilfreich. So fehlen die Bereiche Armutsforschung und Konsumkindheit und -jugend, oder zumindest deren stärkere Vertiefung im Bereich Freizeit, Medien und Kultur.

Die Beiträge "Kindheit und Familie" von P. Büchner, "Institutionelle Betreuung von Kindern" von W. Tietze und "Jugend und Familie" von J. Ecarius leiten in diesen zweiten Teil des Handbuchs mit dem thematischen Schwerpunkt Familiale Lebensbedingungen und öffentliche Erziehung ein. Unter Schule, Ausbildung, Beruf finden sich Beiträge zu "Kindheit und Grundschule" (F. Heinzel), "Jugend und Schule" (W. Helsper/J. Böhme) und "Jugend, Ausbildung und Beruf (W. Heinz) sowie von B. Friebertshäuser "Jugend und Studium". "Kinder, Politik und Kinderpolitik" (H. Sünker/T. Swiderek), "Jugend und Politik" (K. Bock/S. Reinhardt) und "Jugend, Recht und Kriminalität" (G. Albrecht) bilden den Schwerpunktbereich Recht und Politik. Zum Bereich Religion tragen U. Schwab mit "Kinder und Jugendliche in Kirchen und Verbänden" sowie A. Feige ("Jugend und Religion") bei. Unter dem abschließenden Bereich Besondere bzw. schwierige Lebenssituationen werden die Themen "Ausländische Kinder und Jugendliche" (U. Apitzsch), "Gewalt in Familie und Schule" (W. Melzer/K. Lenz/C. Ackermann), "Kindheit, Jugend und Sexualität" (G. Neubauer) sowie die Themen Drogen (C. Palentien/A. Leppin: "Kindheit, Jugend und Drogen") und "Kinder und Jugendliche in Institutionen der psychosozialen Versorgung" (R. Schleiffer) angesprochen.

Der Bereich Freizeit, Medien und Kultur soll hier exemplarisch herausgriffen werden. Er umfasst drei Artikel, wobei "Kinder und Jugendliche in sozialpädagogischen Institutionen" (B. Müller) etwas überraschend platziert ist und allenfalls aus einem Verständnis von Jugendhilfe als "Jugendfürsorge" (integrierte Erziehungshilfen) und "Jugendpflege" in ihrem Wandel zur "Infrastruktur der Lebensbewältigung" und zwar mit einer Betonung des letzteren – nachzuvollziehen ist. Im genannten Beitrag jedoch stehen Selbstverständnis und Status der Jugendhilfe im Vordergrund. Zentraler Zugang zum Thema "Kindheit, Freizeit, Medien" von B. Fuhs ist die Kinderkultur als eine Angebotskultur, während sie in den 50er und 60er Jahren noch auf Entscheidungen der Kinder basierte. Kinder "können und müssen" auswählen, wie sie ihre Freizeit verbringen. Einen wesentlichen Anteil nehmen feste Termine ein, wobei die Sportvereine an erster Stelle stehen und die Anzahl der wöchentlichen Termine mit der sozialen Schicht ansteigt. Mag sich die Freizeitgestaltung auch äußerlich jener der Erwachsenen gleichen, für Kinder besitzt sie, worauf der Autor hinweist, einen anderen sozialen Sinngehalt als für Erwachsene. Gern würde man näher erfahren, wie sich der Eigensinn der Kinderkultur ausgestaltet, was möglicherweise auf das von C. Grunert bestehende Defizit qualitativer Forschung verweist. Eine stärker theorie- und methodenkritische Perspektive zum Thema "Jugend, Freizeit, Medien und Kultur" bietet der Beitrag Tholes. Dem weit gesteckten Themenfeld nähert er sich zunächst unter theoriegeschichtlicher Perspektive, um sich dann den Freizeitpraxen zuzuwenden, hier auch mit einem Blick auf Kinder, was eine gewisse Überschneidung mit dem vorangehenden Beitrag bedeutet. Ausgehend von den zur Verfügung stehenden Ressourcen greift er u. a. die Themenfelder Drogen, Geselligkeit, Sport auf und stellt auch die Frage nach alters- und geschlechtsspezifischen Differenzen. Ähnlich geht er für den Bereich der Mediennutzung vor und behandelt in einem letzten Abschnitt das Thema der Jugendkulturen. In seinem forschungskritischen Fazit hebt Thole das Theoriedefizit empirischer Forschung als auch die Diskrepanz zwischen öffentlichem Wissen und Forschungserkenntnissen hervor, eine Kritik, die auch in anderen Beiträgen dieses Handbuchs anklingt.

Das einen umfassenden und integrativen Überblick liefernde Handbuch wird sich sicher zu einem Standardwerk entwickeln, was man ihm auch wünschen kann. Inwiefern es bei einem solchen Projekt sinnvoll und möglich ist, einheitliche Kriterien im Aufbau der Beiträge zu setzen, soll hier offen bleiben. Trotz ihrer strukturellen Unterschiede sind jedoch die einzelnen Artikel weitgehend unter einer historischen, methodischen, erkenntnis- und forschungskritischen Perspektive gestaltet und können so einen vertieften, zusammenfassenden Einblick in den Forschungsstand vermitteln.
Manuela Pietraß (München)
Zur Zitierweise der Rezension:
Manuela Pietraß: Rezension von: Krüger, Heinz-Hermann / Grunert, Cathleen (Hg.): Handbuch Kindheits- und Jugendforschung, Opladen: Leske und Budrich 2002. In: EWR 2 (2003), Nr. 5 (Veröffentlicht am 01.10.2003), URL: http://klinkhardt.de/ewr/81003292.html