Julius-Klinkhardt-Preis 2025
Im Rahmen der Tagung der Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE) am 9.September 2025 in Landau in der Pfalz.
Preisträgerin: Anna Strunk
Der Julius-Klinkhardt-Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Historischen Bildungsforschung wird als Unterstützung und Ansporn für bildungshistorische Arbeiten verliehen, die sich aktuell im Entstehen befinden. Dadurch sollen vielversprechende Qualifikationsarbeiten möglichst frühzeitig und begleitend gefördert werden.
Der diesjährige Preis wurde am 9. September auf der Tagung der Sektion Historische Bildungsforschung der DGfE in Landau in der Pfalz in Anwesenheit von Andreas Klinkhardt verliehen. Vorab hielt Patrick Bühler eine Laudatio auf Anna Strunks Arbeit.
Anna Strunk nimmt sich in ihrem Dissertationsvorhaben einem interdisziplinären Thema der Historischen Bildungsforschung, der Bildungsmedienforschung und der Comicforschung an: der Untersuchung von Comics als Bildungsmedien. In ihrer Arbeit zu „Comics als Bildungsmedien in der Bundesrepublik Deutschland (1960er bis 1980er Jahre)“ zeichnet sie mithilfe der historischen Diskursanalyse die Debatte über Comics in pädagogischen Kontexten nach.
Dabei fokussiert sie die gesellschaftlichen Aushandlungen über Bildergeschichten, ihre thematischen Schwerpunkte und Verschiebungen sowie die daran beteiligten Akteur:innen. Auf der Basis von Monografien, Aufsätzen in Sammelbänden und pädagogischen Zeitschriften sowie Rahmenrichtlinien und Bildungsplänen gelingt es ihr, den pädagogischen Diskurs um ein Medium, das ab den 1950er Jahren in nahezu jedem Kinderzimmer zu finden war, detailliert und im historischen Kontext nachzuvollziehen.
Die Arbeit leistet somit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur (Rezeptions-)geschichte des Comics, sondern auch zur Bildungsgeschichte der jungen Bundesrepublik. Anna Strunk hat für ihre Promotion einen originellen Gegenstand gewählt, sie geht methodisch akribisch vor und verfolgt eine aufschlussreiche Fragestellung – auch ihre Art zu schreiben, zu argumentieren und Bilder zu verwenden macht die Arbeit zu einer spannenden Lektüre, der Anerkennung gebührt.
