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Christian Stöger

Die Idee der Demokratie von 1848

Studien zu Heinrich Deinhardts frühem Leben und Werk (1821-1851)

Heinrich Deinhardt (1821-1880) gehört zu den vergessenen Intellektuellen und Revolutionären von 1848. Vorliegende Studien skizzieren Deinhardt deshalb erst biographisch als Oppositionellen des Vormärz und zeichnen sein revolutionäres Engagement auf dem linken Flügel
der 1848er-Demokratie nach. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt jedoch auf seinen demokratietheoretischen Schriften: Anhand von ca. 150 anonymen bzw. pseudonymen Publikationen wird Deinhardts Idee der Demokratie entfaltet, d.h. sein in Hegels Geschichtsphilosophie verankerter und gesellschaftstheoretisch, politisch, ökonomisch und pädagogisch reflektierter Entwurf einer demokratischen Gesellschaft rekonstruiert. Die Studien verstehen sich als Vorbereitung zur historiographischen Erschließung des Erziehungsexperiments der Levana (1856-1866), an dem Deinhardt ein Jahrzehnt nach der Revolution beteiligt war. Die Deinhardt- Studien ermöglichen die Klärung der alten sonderpädagogischen Streitfrage, wer die Theorieschriften der Levana, allen voran die grundlegende Heilpädagogik (1861/63), verfasst hat: Deinhardt allein – und nicht der zum „Nestor der deutschen Heilpädagogik“ erklärte Anstaltsgründer Georgens – zeichnet für das komplexe gesellschaftliche und pädagogische Reflexionsniveau der Schriften verantwortlich.
Perspektiven sonderpädagogischer Forschung
im Namen der Sektion Sonderpädagogik der DGfE
herausgegeben von
Christian Lindmeier, Birgit Lütje-Klose und Vera Moser
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2017. 512 Seiten, kartoniert
ISBN 978-3-7815-2193-3
54,00 EUR