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Elmar Anhalt

Komplexität der Erziehung

Geisteswissenschaft – Modelltheorie – Differenztheorie

Die Unterstützung der Entwicklung des Menschen ist der „imaginäre Wert“, den die Pädagogik in der Gesellschaft stabil zu halten versucht.
Die Erziehungswissenschaft erfüllt eine wichtige Funktion in der Bestimmung dieses Maßes, indem sie die Beschreibungen einer spezifisch erzieherischen Unterstützung menschlicher Entwicklung in den Blick rückt und dazu beiträgt, den Kombinationsreichtum der pädagogischen Theoriebildung zu problematisieren.
Der „imaginäre Wert“, zu dessen Stabilisierung die Erziehungswis enschaft ihre Anstrengungen unternimmt, ist dabei die Wissenschaftlichkeit von Theorien der Erziehung.
Die im 20. Jahrhundert entstehende Komplexitätsforschung stand bislang nicht im Mittelpunkt des erziehungswissenschaftlichen Interesses. Entsprechend unvorbereitet steht die Erziehungswissenschaft heute vor Fragen nach einer transdisziplinären Forschungsausrichtung, nach Beachtung der Perspektivität der Forschungssituation und der Dynamik von Sachverhalten, die erforscht werden. Zur Klärung der Wissenschaftlichkeit von Theorien der Erziehung dürfte es daher sinnvoll sein, die Problemstellungen der Komplexitätsforschung genauer zur Kenntnis zu nehmen.
Mit einem Vergleich geisteswissenschaftlicher, modelltheoretischer und differenz-theoretischer Ansätze pädagogischer Theoriebildung wird ein erster Schritt in diese Richtung gemacht.
Beiträge zur Theorie und Geschichte der Erziehungswissenschaft,
Band 35
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2012. 417 Seiten, kartoniert
ISBN 978-3-7815-1854-4
36,00 EUR