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Barbara Ortland

Sexualerziehung an der Schule für Körperbehinderte aus der Sicht der Lehrerinnen und Lehrer

Wissenschaftliche Grundlagen, empirische Ergebnisse, pädagogische Konsequenzen

Sexualerziehung an der Schule für Körperbehinderte stellt viele Lehrerinnen und Lehrer vor besondere Herausforderungen. Es kann sich jedoch keine Lehrkraft dieser Aufgbe entziehen, da sie zum Erziehungsauftrag jeder Schulform gehört und fächerübergreifend erfolgen sollte.
Auf der Grunlage einer systemisch-konstruktivistischen Sichtweise wird unter Einbezug der ökologischen perspektive Bronfenbrenners das System Schule für Körperbehinderte analysiert. Es folgt eine Explikation des Sexualitätsverständnisses sowie sexueller Entwicklung. Ansätze der Sexualerziehung aus der allgemeinen Pädagogik sowie der Pädagogik bei Körperbehinderung werden umfassend dargestellt.
Auf dieser Grundlage entwickelt die Autorin ein neues Untersuchungsinstrument in Form eines Fragebogens, mit dem 231 Lehrkräfte an 11 Schulen für Körperbehinderte in NRW befragt wurden. Nach gründlicher Darstellung und Analyse der Ergebnisse werden wegweisende Erkenntnisse für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften sowie schulinterner und -übergreifender Schulentwicklung vermittelt. die zu Grunde liegende systemisch-konstruktivistische Perspektive ermöglicht es Lehrkräften, ihr eigenes Verständnis von Behinderung und ihre individuellen Einstellungen und Wertungen in Bezug auf Sexualität und Sexualerziehung kritisch zu hinterfragen. Damit einher geht die Initiierung neuer und weiterführeder Gestaltungsstrukturen an Schulen für Körperbehinderte.
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2005. 219 Seiten, kartoniert
ISBN 978-3-7815-1432-4
29,80 EUR